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Die Daphnis-Hybriden |
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BC1-Rückkreuzungen
1949 zog Nassos Daphnis aus Studienzwecken für zweieinhalb Jahre nach Paris und Florenz. Nach seiner Rückkehr setzte er in der Gratwick Nursery mit zwei züchterischen Kostbarkeiten, die ihm die Türe zu weiteren herrlichen Schöpfungen öffneten, seine Arbeit fort:
Der alte Prof. Saunders fand in zwei Samenkapseln seiner F1-Hybriden zwei Samenkörner, die er auch zum Keimen brachte. Dies war für ihn ein grosser Erfolg, galten doch die F1-Hybriden bis anhin als steril. Mit diesen beiden Sämlingen konnte nun weitergezüchtet werden, denn die F2-Generationen bei Päonien sind wieder fertil. Prof. Saunders konnte das Potential, das in diesen beiden Sämlingen steckte, nicht mehr weiter nutzen, da sich sein Leben dem Ende entgegenneigte, und schenkte sie Bill Gratwick. Diese beiden Sämlinge, von Prof. Saunders als Kreuzungen Nr. 12788 und 16718 (!) benannt, wurden von Gratwick und Nassos Daphnis als F2A (goldgelb mit roten Basalflecken) und F2B (purpurrot) bezeichnet.
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F2A-Hybride von Prof. Saunders |
F2B-Hybride von Prof. Saunders |
Nassos Daphnis erkannte die züchterischen Möglichkeiten dieser Pflanzen und suchte nach guten Kreuzungsmöglichkeiten. Er stellte fest, dass sie als Mutterpflanzen ungeeignet waren und untersuchte ihren Pollen unter dem Mikroskop auf Fertilität. Nachdem sich dieser als fertil erwiesen hatte, suchte er mögliche Mutterpflanzen und fand sie in diversen F1-Lutea-Hybriden von Prof. Saunders. Die genetische Entfernung des F2-Pollens zur reinen Paeonia lutea und zu den reinen Suffruticosa-Formen erschien ihm zu gross.
Trotz des Protestes von Bill Gratwick, der eine Kreuzung von F1-Pflanzen mit dem Pollen der F2-Pflanzen von Prof. Saunders für aussichtslos hielt, begann Nassos Daphnis 1953 mit den ersten Rückkreuzungen von F2-Pollen auf die F1-Pflanzen. Dabei verwendete er ausnahmslos F1-Hybriden von Prof. Saunders als Mutterpflanzen und Pollen der schon erwähnten F2A und F2B. Auf Anhieb erhielt er 75 Samen und in den folgenden Jahren nochmals 150. Diese BC1-Rückkreuzungen (Back crosses 1) hatten eine grössere Vitalität und eine grössere Fertilität als ihre Eltern. Ihr Pollen konnte sowohl Blüten der reinen Moutan als auch F1, F2 und BC1 befruchten.
Von diesen BC1 wurden die folgenden Sämlinge als Namensorten registriert:
'Aurora'
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'Aurora' ist eine halbgefüllte, mit drei Reihen Petalen blühende Hybride. Die Petalen sind von guter Substanz und leicht durchscheinend. Die Blüte ist hellgelb gefärbt, wird im Verlaufe der Blütezeit fast weiss und hat rote Basisflecken. Aurora war die griechische Göttin der Morgenröte. Foto: Nassos Daphnis |
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Doch sie errötet: ihr Antlitz umzieht eine
plötzliche Röte - |
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Eltern |
'Wings of the Morning' (Lutea-Hybride F1) x F2A |
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Sämlingsnummer |
D-98 |
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Kreuzung |
BC1 |
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Kreuzungsjahr |
1952 |
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Keimung |
1953 |
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Erste Blüte |
1962 |
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Registrierung |
1965 |
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Erste Vermehrung |
1969 |
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Im Handel seit |
1975 |
'Helios'
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'Helios' bringt gefüllte Blüten hervor, die besonders im Morgenlicht in einem weichen Gelb erstrahlen. Drei Reihen Petalen bilden perfekte Kreise rund um das Zentrum der Blüte. Die Pflanze trägt den Namen des griechischen Sonnengottes Helios. Foto: Nassos Daphnis |
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Helios, der
Hyperionide, |
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Eltern |
'Golden Hind' (Lutea-Hybride F1) x F2B |
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Sämlingsnummer |
D-123 |
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Kreuzung |
BC1 |
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Kreuzungsjahr |
1955 |
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Keimung |
1956 |
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Erste Blüte |
1962 |
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Registrierung |
1966 |
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Erste Vermehrung |
1970 |
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Im Handel seit |
1975 |
'Hephestos'
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'Hephestos' blüht in reinstem Rot. Die Petalen sind leicht gerüscht und punktiert. Der Betrachter der Blume fühlt die Wärme, die die Esse des griechischen Gottes des Feuers und der Schmiede, Hephaistos, ausstrahlte, in jeder Blüte. Die grossen Blüten stehen streng aufrecht. Foto: Walter Good |
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Paeonia 'Hephestos', Blütenknospe bei Regenwetter Foto: Walter Good |
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Also sprach er und liess sie zurück dort und schritt
zu den Bälgen, |
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Eltern |
'Thunderbolt' (Lutea-Hybride F1) x F2A |
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Sämlingsnummer |
D-240 |
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Kreuzung |
BC1 |
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Kreuzungsjahr |
1958 |
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Keimung |
1959 |
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Erste Blüte |
1968 |
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Registrierung |
1975 |
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Erste Vermehrung |
1975 |
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Im Handel seit |
1980 |
'Phaedra'
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'Phaedra' blüht halbgefüllt mit gerundeten, wohlgeformten Petalen. Die Blüten sind rot mit einem blauen Hauch und weisen dunkle Basisflecken auf, die ein dunkles mysteriöses Zentrum bilden. Sie trägt den Namen von Theseus' unglücklicher Frau Phaedra. Foto: Nassos Daphnis |
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Sicher ist dir des Hippolytos Name zu Ohren gekommen, |
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Eltern |
'Segovia' (Lutea-Hybride F1) x F2B |
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Sämlingsnummer |
D-100 |
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Kreuzung |
BC1 |
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Kreuzungsjahr |
1952 |
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Keimung |
1953 |
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Erste Blüte |
1963 |
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Registrierung |
1966 |
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Erste Vermehrung |
1970 |
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Im Handel seit |
1975 |
'Terpsichore'
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'Terpsichore' blüht einfach mit zwei Reihen Petalen. Die korallenrosa gefärbten Blüten sind von roten und orangen Adern durchzogen und oftmals aprikosenfarben überhaucht. Die lebhaft gewellten inneren und äusseren Petalen verleihen der Blüte etwas Tänzerisches. Terpsichore war die Muse des Tanzes, des Chores und des Gesanges. Foto: Nassos Daphnis |
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Das ist's, was die Musen sangen, sie, die die
Häuser |
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Eltern |
'Amber Moon' (Lutea-Hybride F1) x F2A |
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Sämlingsnummer |
D-182 |
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Kreuzung |
BC1 |
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Kreuzungsjahr |
1956 |
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Keimung |
1957 |
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Erste Blüte |
1966 |
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Registrierung |
1970 |
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Erste Vermehrung |
1974 |
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Im Handel seit |
1980 |
'Urania'
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'Urania' blüht einfach in einem goldenen Gelb. Die Petalen weisen an ihrer Basis kleine rote Basalflecken auf. Die duftenden Blumen strahlen wie Sterne am Himmel; ihre Petalen sind von guter Substanz, und sie enthalten Antheren mit Pollen. Leider bringen sie keine Samen hervor. Die Zahl der Blüten kann variieren, die wüchsige Pflanze blüht aber zuverlässig. Auf starken Stengeln stehen die Blüten über hellgrünem Laub (eine Blüte pro Stengel). Urania war in der griechischen Mythologie die Muse der Astronomie. Foto: Nassos Daphnis |
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Das ist's was die Musen sangen, sie, die die
Häuser |
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Eltern |
'Golden Bowl' (Lutea-Hybride F1) x |
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Sämlingsnummer |
D-207 |
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Kreuzung |
BC1 |
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Kreuzungsjahr |
1955 |
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Keimung |
1956 |
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Erste Blüte |
1965 |
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Registrierung |
1995 |
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Erste Vermehrung |
1995 |
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Voraussichtlich im Handel ab |
2000 |
Eine extrem schwierige Kreuzung mit herrlichem Resultat
In einem weiteren Schritt versuchte Nassos Daphnis, die Kreuzung umzukehren, d.h. mit F2-Pollen eine reine Moutan zu bestäuben. Dies war sehr schwierig, da die F2-Pflanzen und die reinen Moutan genetisch noch sehr weit voneinander entfernt waren. Im Frühling 1959 präparierte er 800 Moutan-Blüten und bestäubte sie mit F2-Pollen. Zur Zeit der Samenreife im September war die Enttäuschung gross: Von Pflanze zu Pflanze schreitend, fanden die beiden Freunde nur leere Kapseln. Bill Gratwick erinnerte sich an eine letzte bestäubte Blüte in einer vergessenen Ecke seiner Gärtnerei. Dort fanden sie tatsächlich noch eine Kapsel mit einem einzigen Samenkorn, das dann auch noch keimte. Aus diesem Samenkorn entstand die berühmte 'Zephyrus'.
Die Chance, mit dieser Kreuzung einen einzigen keimfähigen Samen zu erhalten, rechnete sich Nassos Daphnis später aus. Sie beträgt 1 : 50000 (800 Blüten x 4 bis 5 Kapseln x 10 bis 15 mögliche Samenansätze pro Kapsel).
'Zephyrus'
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'Zephyrus', nach dem griechischen Gott des Westwindes Zephyrus benannt, blüht in einem herrlichen Lavendel-Perlmutter-Farbton und weist marronfarbene Basisflecken auf. Die Blüten können auch mehr oder weniger gefüllt sein. Foto: Friedrich Hertle |
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Paeonia 'Zephyrus'(Lutea-Gruppe) blüht nicht immer gleich. Hier eine Aufnahmen einer mehr rosa gefärbten Blüte. Foto: Kathrin Furrer Good |
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Und die Menschen, zufrieden mit zwanglos gewachsenen
Speisen, |
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Eltern |
'Suiho-haku' (Moutan) x F2A |
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Sämlingsnummer |
D-204 |
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Kreuzung |
BC1 |
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Kreuzungsjahr |
1959 |
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Keimung |
1960 |
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Erste Blüte |
1966 |
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Registrierung |
1970 |
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Erste Vermehrung |
1975 |
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Im Handel seit |
1980 |
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