Die Welt der Päonien (X)


Aus der Geschichte der Päonien Staudige Wildpäonien Päonien-Kultivare aus Europa
Die Päonie in der Botanik Strauchige Wildpäonien Päonien-Kultivare aus den USA
Die Päonien im Garten (I) Päonien-Kultivare aus China Itoh-Hybriden /Intersectionals
Die Päonien im Garten (II) Päonien-Kultivare aus Japan

Ausblick in die Zukunft


Päonien-Kultivare aus aller Welt - eine Entwicklung über Jahrhunderte (IV)


 

Die Päonienzüchtung in den USA

Bevor die chinesischen und auch japanischen Päonien in die USA gelangten, begleitete die alte, gefüllte Form der Paeonia officinalis die Siedler auf ihrem Weg nach Westen. Erst später setzte hier eine rege Züchtertätigkeit ein. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand eine grosse Zahl der herrlichsten, in Europa bislang noch meist unbekannter Sorten. Der Schwerpunkt der amerikanischen Päonienzucht lag hauptsächlich bei den Staudenpäonien.


Züchter

Aus der Fülle der amerikanischen Züchter seien hier nur die folgenden genannt:

Prof. A.P. Saunders

William H. Krekler

Edward Auten

Lyman Cousins

Lyman D. Glasscock

Walter Mains

Dr. David Reath

Nassos Daphnis

William Gratwick

Roger Anderson und

Don Hollingsworth.


Prof. A. P. Saunders (1869-1953)

Ihn kann man mit Fug und Recht als den grössten aller Päonienzüchter bezeichnen. Er unterrichtete als Chemieprofessor am Hamilton-College in Clinton, N.Y. Daneben führte er unzählige Kreuzungen durch und erzielte etwa 17'000 Sämlinge, von denen er ca. 320 als Namensorten registrieren liess. Er begann systematisch, die Möglichkeiten der Hybridisierung zwischen den einzelnen Wildarten auszuschöpfen und erzielte eine Menge herrlichster Hybriden.

Sein grösstes Verdienst lag aber darin, dass er die Arbeit Victor Lemoines (1823 - 1911), den er als «The Great Lemoine» verehrte, in grossem Stil konsequent weiterführte. In der zweiten Hälfte seines Lebens gelang es ihm, die Schönheit der japanischen Strauchpäonien mit den vitalen und feinlaubigen Formen der Paeonia lutea und Paeonia delavayi zu verbinden und deren kräftiges Gelb und Mahagonirot einzukreuzen.

Paeonia 'Athena' (staudige Hybride) eine der zahlreichen Züchtungen staudiger Hybriden von Prof. Saunders, die hier in einem ungewöhnlichen Bild dargestellt ist.

Foto: Heinz Klose

Paeonia 'Angelet' (Lutea-Hybride) ist eine der gelben Lutea-Hybriden von Prof. Saunders.

Foto: Friedrich Hertle


Nassos Daphnis, der Maler und Päonienzüchter aus New York

Nassos Daphnis (*1914), ein griechischer Einwanderer, lernte in New York zuerst den Beruf eines Floristen und bildete sich gleichzeitig autodidaktisch zum Maler aus. Er kreuzte in William Gratwick's Gärtnerei in Pavilion, N.Y., während 50 Jahren und führte seinerseits die Zuchtarbeit Prof. Saunders weiter. Durch Rückkreuzungen gelang es ihm, dessen Kreuzungen noch zu übertreffen.

Nassos Daphnis, der zweite grosse Strauchpäonien-Züchter aus den USA, benannte seine Züchtungen nach Gestalten aus der Griechischen Sagenwelt und nach Malern.

Nassos Daphnis, ein erfolgreicher Züchter von Baumpäonien inmitten der Päonien der Gratwick Nursery in Pavilion, N.Y., wo er seit über 50 Jahren Strauchpäonien kreuzt.

Foto: Lee Gratwick

Ein Gemälde des Malers Nassos Daphnis an einem Haus in New York

Foto: Nassos Daphnis


Ein Querschnitt durch das züchterische Schaffen von Nassos Daphnis

Paeonia 'Argonaut' (Lutea-Hybride), ein Zufallssämling von Nassos Daphnis, der noch nicht im Handel ist.

Foto: Nassos Daphnis

Paeonia 'Zephyrus' (Lutea-Hybride) ist einer der ungewöhnlichsten Kreuzungen des griechisch-amerikanischen Züchters.

Foto: Nassos Daphnis

Paeonia 'Demetra' (Lutea-Hybride) blüht gefüllt mit gelben, rot geränderten Petalen.

Foto: Nassos Daphnis

 

 

Paeonia 'Gauguin' (Lutea-Hybride) benannte Nassos Daphnis nach dem französischen Maler Gauguin, an dessen Bilder die Blüten dieser Strauchpäonie erinnern.

Foto: Nassos Daphnis

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