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Die Welt der Päonien (II) |
Die Familie der Paeoniaceae
Die Botaniker ordneten die Päonien ursprünglich der Familie der Hahnenfussgewächse zu. Der häufige Hahnenfuss unserer Gärten und Wiesen gab dieser Familie, der unter anderem Clematis, Christrosen, Rittersporn, Eisenhut, Anemonen, Winterlinge usw. angehören, ihren Namen. Seit 1950 bilden die Päonien eine eigene Familie, die Paeoniaceae oder Pfingstrosengewächse, da sich bei ihnen die Staubgefässe in der Blütenanlage der Knospen von innen nach aussen entwickeln, im Gegensatz zu den Ranunculaceae oder Hahnenfussgewächsen, wo sich die Staubgefässe von aussen nach innen entwickeln.
Verbreitungskarte der Päonien
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Die Pfingstrosengewächse oder Paeoniaceae sind über die ganze nördliche Erdhalbkugel verbreitet. Von Nordwestafrika über Spanien, Frankreich, Italien und den ganzen Mittelmeerraum ,über den Kaukasus und Innerasien bis nach Japan wachsen und blühen wilde Pfingstrosen. Selbst in Nordamerika, in den Staaten Oregon, Idaho und Kalifornien, findet man Päonien (Paeonia brwonii und Paeonia californica), die man auf Grund ihrer Erscheinung beinahe als lebende Fossilien bezeichnen könnte. Die Strauch- oder Baumpäonien dagegen sind ausnahmslos in China beheimatet. |
Stauch- und Staudenpäonien
Damit ist schon gesagt, dass es nicht nur staudige, sondern auch strauchige Pfingstrosen gibt. Der Unterschied ist einfach: Bei den Staudenpäonien sterben im Herbst die oberirdischen Teile ab, um im Frühling aus unterirdischen Knospen neu auszutreiben. Strauch- oder Baumpäonien dagegen verholzen und verhalten sich wie Blütensträucher. Beiden ist gemeinsam, dass sie sehr alt werden können. In freier Natur begegnen uns ca. 50 Stauden- und 15 Strauchpäonien in den verschiedensten Gestalten. Von der kleinen, sehr feinlaubigen Paeonia tenuifolia mit ihren weithin rot leuchtenden Blüten und dem fein geschlitzten, an die Eberraute erinnernden Laub bis zum 2 m hoch und 3 m breit werdenden Busch der Paeonia lutea var. ludlowii mit ihrem mächtigen Laubwerk und den kleinen, rein gelben, einen feinen Duft verströmenden hängenden Blüten, hat die Natur eine grosse Vielfalt hervorgebracht. Die Wissenschaft hat sich noch nicht auf eine verbindliche Nomenklatur geeinigt, und aus Asien werden immer wieder Funde neuer Wildarten gemeldet.
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Austrieb einer Staudenpäonie (Lactiflora-Gruppe) Foto: W. Good |
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Austrieb einer Strauchpäonie (Suffruticosa-Gruppe) Foto: W. Good |
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Blatt einer Staudenpäonie [Paeonia 'Honor' (staudige Hybride)] Foto: W. Good |
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Blatt einer Strauchpäonie [Paeonia 'Gauguin' (Lutea-Hybride)] Foto: W. Good |
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Blütenknospe einer Staudenpäonie [Paeonia lactiflora 'Bev' (Lactiflora-Gruppe)] Foto: W. Good |
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Blütenknospe einer Strauchpäonie [Paeonia 'Gauguin' (Lutea-Hybride)] Foto: W. Good |
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Blüte einer Staudenpäonie (Paeonia wittmanniana var. macrophylla) Foto: W. Good |
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Blüte einer Strauchpäonie (Paeonia yananensis) Foto: Prof. Hong Tao |
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Samenstand einer wilden Staudenpäonie. Die dunkel schwarzblau gefärbten Samen sind fruchtbar, die roten sind unfruchtbar. Foto: W. Good |
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Samenstände von Strauchpäonien (Kultivare der Suffruticosa-Gruppe) Foto: W. Good |
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Samenstände von Strauchpäonien (Kultivare der Suffruticosa-Gruppe) Foto: W. Good |
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