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Die Welt der Päonien (VIII) |
Strauchpäonien aus Japan
Von China brachten Mönche Samen von Strauchpäonien nach Japan. Auch hier wurden die Wurzeln der Strauchpäonien in der Medizin genutzt. Im Gegensatz zu den Chinesen bevorzugten die Japaner einfach bis halbgefüllt blühende Päonien, deren Blüten aufrecht stehen und ein schönes Zentrum aufweisen. Dieses Zentrum besteht aus dem weiblichen, weiss, rot, fast schwarz, grünlich oder violett gefärbtem Fruchtblatt (Kapsel), das von vielen goldgelben männlichen Staubblättern umgeben ist. Im Laufe der Jahrhunderte enstanden hier Strauchpäonien, deren Blüten als Inbegriff vollkommener Schönheit gelten.
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Paeonia suffruticosa 'Renkaku' (Flug der Kraniche) ist eine typische japanische Strauchpäonie. Eine Besonderheit ist die ganz leichte rosa Färbung des Blüteninneren unmittelbar um das Blütenzentrum, Foto: W. Good |
Die japanischen Strauchpäonien mit ihren meist streng aufrecht stehenden grossen Blüten wurden u. a. von Nassos Daphnis für die Weiterzucht der Lutea-Hybriden verwendet.
Staudenpäonien aus Japan
Auch die aus China importierten Staudenpäonien wurden in Japan weiter gezüchtet. Die japanischen Staudenpäonien weisen oft ein kugelförmiges Zentrum aus sehr kleinen, nicht fertig entwickelten Petalen (Staminodien) auf, die von einem Kranz grosser Blütenblätter umgeben sind.
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Paeonia lactiflora 'Tamate Boku' zeigt das schöne Bild einer japanischen Staudenpäonie. Eine Reihe schön geformter Petalen umgibt ein Zetrum aus Staminodien. Staminodien sind Antheren (Staubblätter) die noch nicht ganz in Petalen umgewandelt sind. Foto: Walter Good |
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